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Präsentation der Ergebnisse der Projekttage „500 Jahre Reformation“

Vom 01. bis 03. Februar 2017 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Christian-von-Dohm-Gymnasiums mit dem Thema „Reformation“. Dabei konnten sie zwischen 26 verschiedenen Projekten wählen, in denen auf vielfältige Art und Weise kreativ auf einem beeindruckenden Niveau gearbeitet wurde. Die Arbeiten in den Projektgruppen können im Rahmen einer PowerPoint-Präsentation, die SuS des 11. Jahrgangs erstellt haben, auf der Homepage eingesehen werden.

Die Ergebnisse der Projektarbeit wurden nun am 31. Mai und am 01. Juni 2017 in der Frankenberger Kirche und im Kleinen Heiligen Kreuz präsentiert.
Los ging es am 31. Mai 2017 um 16.00 Uhr in der Frankenberger Kirche mit einleitenden Worten von Herrn Ullrich Müller-Pontow als Hausherrn und Frau OStD’ Barbara Reichert als Schulleiterin des CvD-Gymnasiums. Karin Kniep als eine der Verantwortlichen des Projekts „Im Bild mit Luther“ hielt einen Vortrag zum schwierigen Umgang mit einer ambivalenten historischen Person und versuchte mit ihrem Kurs „zwischen dem Damals und Heute (...) (eine) bildnerische Brücke zu schlagen“. Herausgekommen
sind Arbeiten von SchülerInnen sowohl der 6. Klassenstufe als auch des 11. Jahrgangs, die Umgestaltungen und Neuinterpretationen der Lutherporträts vorgenommen haben. Herausragend – nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Größe von 1,50 m x 3,20 m – ist das Triptychon, das einen Bogen vom Mittelalter über die Reformation bis in die Gegenwart spannt. Im selbst gestalteten Comic von Filip Sandte (7. Klasse) prangert der Protagonist – ähnlich Luther – Missstände an. War es im 16. Jahrhundert der Ablasshandel, so erregt heute die Kommunikationslosigkeit
im Handyzeitalter offensichtlich das Missfallen des Künstlers. Die Arbeiten können noch bis zum Ende der Sommerferien in der Frankenberger Kirche bewundert und besichtigt werden.


Gegen 16.30 Uhr wurde anschließend im Kleinen Heiligen Kreuz zu Tisch bei Luther gebeten. Das ehemalige Hospital – erstmalig im 14. Jahrhundert erwähnt – bot mit den kleinen Stuben und der Däle einen idealen Rahmen um eine Atmosphäre wie zu Luthers Zeiten zu erschaffen. Im Obergeschoss wurden Erfindungen zur Zeit der Renaissance (Uhren, Armbrust, etc.) sowie der Nachbau einer Buchdruckpresse ausgestellt, während im Erdgeschoss Speisen zur Zeit Luthers gereicht wurden. Der Schulchor unter Leitung von Franziska de Vries sowie das Ensemble Alte Musik unter Leitung von Angela Roscher und Ute Eckhof stimmten mit mittelalterlichen Klängen in den Nachmittag ein. Was folgte war ein kreativer Reigen aus einem Musical („Luther“), einem Theaterstück („Die Frauen in der Reformation“) sowie einer Modenschau. Bei strahlendem Sonnenschein glich der Frankenberger Plan mit seinem Kommen und Gehen einem Stelldichein der Generationen. Einen Tag später bot der Musikkurs des 11. Jahrgangs von Emma Noll – unter Beteiligung des Kammerorchesters (Leitung: Emma Noll) sowie des Schulchors (Leitung: Franziska de Vries) – musikalisch-künstlerische Neuinterpretationen der Reformation sowie der Person Luthers. Das mehrstimmige „Non Revoco“ hallte wie die zum Mythos verklärten Hammerschläge des Thesenanschlags durch die Kirche und hinterließ ein nachdenklich gestimmtes Publikum. Die Ergebnisse der Projekttage können im Anhang in Form der erstellten Power-Point-Präsentation sowie einiger Fotografien noch einmal angesehen werden. Das Planungsteam unter der Leitung von Uta Riemschneider dankt nochmals allen am Projekt Beteiligten für die außerordentlich intensive Arbeit.


                                                                  Goslar, den 07. Juni 2017
                                                                  Dr. Silke Köstler-Holste

 

Es folgen einige Fotos von den Projekttagen