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Exkursion zur Untersuchung des Lebensraums See

Warum sind einige Seen klar, wieso wirken an anderen Orten Seen verschmutzt und wie entstehen diese unterschiedlichen Seetypen?

Mit diesen Fragen befassten sich die Biologie-Kurse des 12. Jahrgangs am 7. Juni im Nationalpark Harz. Unter der Leitung von Herrn Rinke wurde dabei der Marienteich untersucht.

Zur Feststellung der Reinheit eines stehenden Gewässers dient die sogenannte Güteklasse. Um jedoch beispielsweise einen See in eine bestimmte Güteklasse einordnen zu können, muss man zuerst die in ihm vorliegende Biomasse (Trophie) analysieren, indem man die Menge an Nährsalzen ermittelt. Für diese Ermittlung sind Gewässerproben unerlässlich.

 

Wir Schülerinnen und Schüler machten uns daher auf den Weg und entnahmen dem See aus unterschiedlichen Tiefen (Schichten) Proben, die danach auf den Gehalt bestimmter, chemischer Parameter geprüft wurden. Zu diesen gehören: Sauerstoff in ppm, Nitrat, Nitrit, Ammonium und Phosphat jeweils in mg/L, die Leitfähigkeit in uS und der pH-Wert.

 

Die ermittelten Werte konnten anschließend mit Hilfe einer vorliegenden Tabelle einer Güteklasse zugeordnet werden. Beim Marienteich entsprechen die Messwerte der Güteklasse 2.

Parallel wurden auch biologische Parameter, die Lebewesen, wortwörtlich „unter die Lupe genommen“. Über „Das Leben im Wassertropfen“ oder „Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher?“ konnten die Arten ermittelt und notiert werden. Es erfordert jedoch ein größeres Bild über das gesamte Leben in einem stehenden Gewässer um eindeutige Aussagen über eine Güteklasse treffen zu können.

 

Doch was hat es mit der Güteklasse 2 auf sich?

Je nährstoffärmer ein See, desto geringer ist die Güteklasse und desto klarer wirkt er:

 

Güteklasse 1: nährstoffarme (oligotrophe) Gewässer

Güteklasse 2: mäßig nährstoffreiche (mesotrophe) Gewässer

Güteklasse 3: nährstoffreiche (eutrophe) Gewässer

Güteklasse 4: übermäßig nährstoffreiche (polytrophe) Gewässer

Die Güteklasse ist abhängig von vielen natürlichen Faktoren, jedoch ist oft auch der Mensch durch das unbewusste Zuführen von Nährstoffen, wie beispielsweise durch das Werfen von Brotkrumen in einen Ententeich, Schuld an einer hohen Güteklasse.

 

~Philip S. und Florian G.