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Schulprogramm des CvD

Unsere Schule

Das Christian-von-Dohm-Gymnasium wurde  1804 von dem für Goslar zuständigen Verwaltungsbeamten Christian von Dohm als „Schule für höhere Töchter“ gegründet. 1954 erhielt sie den Namen des Mannes, dem sie ihre Entstehung verdankt. Seit 1975 befindet sich das Gymnasium gemeinsam mit einer Realschule im Schulzentrum „Goldene Aue“, welches umgeben von eigenen Sportanlagen und einem Grüngürtel am nördlichen Rand der 1000-jährigen Kaiserstadt Goslar liegt. 

Zur Zeit unterrichten ca. 70 Lehrkräfte rund 1000 Schülerinnen und Schüler. Als Ausbildungsschule bilden wir Referendarinnen und Referendare aus. Seit 2007 sind wir Europaschule. Daher liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Bereich der modernen Fremdsprachen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Naturwissenschaften, in dem wir durch Zusammenarbeit mit Firmen und Instituten der TU Clausthal sehr gute Erfolge erzielen. Musisch-künstlerische Aktivitäten, sportliche Aktivitäten und der Schülersanitätsdienst gehören bei uns zum Alltag. Durch unser seit 1980 bestehendes Sozialprojekt „Hilfe durch Schülerinnen und Schüler“ sind wir bundesweit bekannt. Ein breit angelegtes Beratungs- und Konfliktlösungsangebot steht zur Verfügung. In der Profiloberstufe werden derzeit der sprachliche, der naturwissenschaftliche, der gesellschaftswissenschaftliche und der künstlerische Schwerpunkt angeboten.

Unser Leitbild: Leistung in sozialer Verantwortung

Ein Ausspruch Christian von Dohms aus dem Jahre 1796 dient uns heute noch als Orientierung:

„Nur der vom reinsten Adel der Seele, von ächter Religiosität durchdrungene, vom feinsten sittlichen Gefühl geleitete Mann hat den wahren Beruf, seine ungebildeten Mitbrüder zu gleichen Empfindungen, wie die seinen, in richtigem Ebenmaaß zu ihrem Standpunkt in der Welt zu erheben, sie zu lehren, in Erwartung einer höheren Stufe des Daseyns und im Vertrauen auf Gott die Mühseligkeiten des Lebens zu ertragen, dessen Gutes mit Frohsinn zu genießen und die Menschen, wie auch immer sie von ihnen durch Meynungen, Land und Sprache unterschieden seyn mögen, mit Wohlwollen und Liebe zu umfassen." (Ausgewählte Schriften, Hrsg. H. Detering, Lemgo 1988)

Was von Dohm hier über die Aufgabe des Volksschriftstellers sagt, kann man durchaus auf Lehrkräfte übertragen, da für ihn der Volksschriftsteller Volkserzieher ist. Unsere Vorstellungen finden sich in dieser Aussage von Christian von Dohm wie auch in dem folgenden Leitsatz wieder:

Fortschritt ist unsere Tradition 

Schon seit der Gründung unserer Schule steht fortschrittliches Denken, das am Wohle des Menschen orientiert ist, im Vordergrund. In diesem Sinne fühlen wir uns dem Leitgedanken „Fortschritt ist unsere Tradition“ verpflichtet und wollen Leistung in sozialer Verantwortung fördern und fordern.

Leistung hat für uns einen hohen Stellenwert. „Leistung in sozialer Verantwortung“ heißt für uns, dass alle an Schule Beteiligten Bedingungen vorfinden, die es ermöglichen,  Leistungen in vielfältiger Weise zu erbringen.

Das bedeutet:

  • den Schülerinnen und Schülern ein modernes, tragfähiges Fundament an Wissen und Fertigkeiten für Gegenwart und Zukunft zu vermitteln,
  • Lern- und Leistungsbereitschaft, selbstständiges, kreatives Denken und Handeln zu fördern,
  • die Bedingungen dafür zu schaffen, dass sich die Persönlichkeit der Schülerin / des Schülers entwickeln und entfalten kann,
  • nach modernen Erkenntnissen der Pädagogik und der Entwicklungs- und Lernpsychologie zu unterrichten,
  • Lernen als lebenslangen Prozess zu begreifen, in dem der Mensch als Ganzes in seiner sozialen und gesellschaftlichen Rolle und Verantwortung gesehen wird.

Ein optimales Erreichen dieser Ziele ist nur möglich, wenn Lehrende und Lernende und Eltern füreinander soziale Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig respektieren. Ethische Grundsätze stehen dabei von Beginn an im Mittelpunkt.

Ethische Grundsätze – Grundlagen unseres Erziehungskonzepts 

Im §2 des Niedersächsischen Schulgesetzes in der Fassung vom 17.07.2006 ist der Bildungsauftrag der Schule formuliert:

§ 2
Bildungsauftrag der Schule

(1)        Die Schule soll im Anschluss an die vorschulische Erziehung die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen weiterentwickeln. Erziehung und Unterricht müssen dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Niedersächsischen Verfassung entsprechen; die Schule hat die Wertvorstellungen zu vermitteln, die diesen Verfassungen zugrunde liegen. Die Schülerinnen und Schüler sollen fähig werden,

  • die Grundrechte für sich und jeden anderen wirksam werden zu lassen, die sich daraus ergebende staatsbürgerliche Verantwortung zu verstehen und zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen,
  • nach ethischen Grundsätzen zu handeln sowie religiöse und kulturelle Werte zu erkennen und zu achten
  • ihre Beziehungen zu anderen Menschen nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Toleranz sowie der Gleichberechtigung der Geschlechter zu gestalten,
  • den Gedanken der Völkerverständigung, insbesondere die Idee einer gemeinsamen Zukunft der europäischen Völker, zu erfassen und zu unterstützen und mit Menschen anderer Nationen und Kulturkreise zusammenzuleben,
  • ökonomische und ökologische Zusammenhänge zu erfassen
  • für die Erhaltung der Umwelt Verantwortung zu tragen und gesundheitsbewusst zu leben,
  • Konflikte vernunftgemäß zu lösen, aber auch Konflikte zu ertragen,
  • sich umfassend zu informieren und die Informationen kritisch zu nutzen,
  • ihre Wahrnehmungs- und Empfindungsmöglichkeiten sowie ihre Ausdrucksmöglichkeiten unter Einschluss der bedeutsamen jeweiligen regionalen Ausformung des Niederdeutschen oder Friesischen zu entfalten,
  • sich im Berufsleben zu behaupten und das soziale Leben verantwortlich mitzugestalten.

Die Schule hat den Schülerinnen und Schülern die dafür erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. Dabei sind die Bereitschaft und Fähigkeit zu fördern, für sich allein wie auch gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erzielen. Die Schülerinnen und Schüler sollen zunehmend selbstständiger werden und lernen, ihre Fähigkeiten auch nach Beendigung der Schulzeit weiterzuentwickeln.

(2)        Die Schule soll Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern den Erfahrungsraum und die Gestaltungsfreiheit bieten, die zur Erfüllung des Bildungsauftrags erforderlich sind.

Das Christian-von-Dohm-Gymnasium betont im Rahmen des im §2 dargestellten Bildungsauftrags besonders die folgenden ethischen Grundsätze der Zusammenarbeit des  Zusammenlebens in der Schule – und zwar handlungsorientiert:

Wir wollen an unserer Schule erreichen, dass

  • sich alle Personen mit gegenseitiger Achtung menschlich gleichwertig und tolerant begegnen,
  • sich alle verantwortlich auch für die Andere / den Anderen fühlen und entsprechend handeln
  • soziale Verantwortung nicht nur innerhalb der Schule, sondern auch für Menschen außerhalb der Schule übernommen wird.

Das beinhaltet, dass konsequent alle Anstrengungen unternommen werden, um zu verhindern, dass Personen ausgegrenzt, beleidigt oder auf irgendeine andere Art und Weise in ihrer Menschenwürde verletzt oder beeinträchtigt werden.

Das – in Zusammenarbeit mit den Eltern – zu entwickelnde und ständig fortzu-schreibende Erziehungskonzept am Christian-von-Dohm-Gymnasium orientiert sich an den obigen Grundlagen. Es soll dazu führen, dass jede Schülerin / jeder Schüler ihren / seinen Möglichkeiten gemäß in ihrer / seiner Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung gefördert und gefordert wird.

Unser Leistungsanspruch 

Das Christian-von-Dohm-Gymnasium bekennt sich zum Leistungsgedanken. Es sieht seine vorrangige Aufgabe darin, die Schülerinnen und Schüler zur Studierfähigkeit zu führen. Dementsprechend erwartet die Schule von ihnen Leistungsbereitschaft, Leistungswillen und Leistungsdenken.

Leistung wird auch verstanden als Bereitschaft und Fähigkeit sich zu bewähren, sich zu verbessern und zu entwickeln. Konkurrenz und Wettbewerb in einem durch Fairness und gegenseitigen Respekt geprägten Rahmen befriedigen unter anderem das natürliche Bedürfnis nach Anerkennung. So können die Schülerinnen und Schüler Stolz auf selbst Erreichtes empfinden und ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln.

Die Lehrerschaft des Christian-von-Dohm-Gymnasiums sieht für sich die Verpflichtung, die Schülerinnen und Schüler in ihrem Leistungsbestreben zu fördern, zu fordern und zu unterstützen.

Die Elternschaft spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Die Schule erwartet von den Eltern, dass diese ihre Kinder bestmöglich unterstützen, indem sie ihrer Erziehungsverantwortung und –verpflichtung nachkommen. Gemeinsame Anstrengungen, Vorstellungen und eine intensive Zusammenarbeit zwischen Elternschaft und Lehrerschaft sind erforderlich, um den Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten  zu bieten.

Die Entwicklung eines schuleigenen Wir-Gefühls, die Möglichkeit, aber auch die Bereitschaft von Schülerinnen und Schülern, von der Lehrerschaft und der Elternschaft, sich mit der Schule zu identifizieren, erscheinen als unverzichtbare Grundlage für eine positive Lern- und Entwicklungsumgebung. Dazu tragen sowohl gemeinsames Lernen als auch  Veranstaltungen, Feste etc. bei. Diese Gemeinsamkeit sollte sich auch im Sinne einer Anerkennungskultur entwickeln.

Unsere den Unterricht ergänzende Angebote 

Das Kerngeschäft von Schule ist Unterricht. Hier vor allem werden Schülerinnen und Schüler befähigt, fachliche Grundkenntnisse zu erwerben, soziale Erfahrungen zu machen und darüber hinaus ihre vielseitigen Fähigkeiten und Anlagen zu entwickeln. Sinnvoll ergänzen diesen Unterricht außerunterrichtliche Angebote, welche einer umfassenden Persönlichkeitsbildung dienen.

Wie die Anforderungen in der Berufs- und Arbeitswelt zeigen, werden soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit zunehmend gefordert. Die individuellen Stärken unserer Schülerinnen und Schüler zu entdecken und weiter zu entwickeln ist ein Schwerpunkt der vielfältigen Arbeitsgemeinschaften, die das Lernangebot auf Bereiche außerhalb des Unterrichts erweitern und besondere Begabungen fördern.

Im zusammenwachsenden Europa bieten wir ein umfangreiches Programm an Klassen- Kurs- und Austauschfahrten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch Gelegenheit, andere Schulsysteme, Lebensgewohnheiten, Wertvorstellungen und Kulturen kennen zu lernen. Die Fahrten fördern Toleranz, Respekt und den Abbau von Vorurteilen und ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern ihre Sprachkenntnisse zu erweitern.

Andere außerunterrichtliche Projekte dienen der Hilfestellung bei der Suche nach beruflichen Perspektiven. Eine frühzeitige Teilnahme an Wettbewerben fördert Selbsteinschätzung und Selbstkritik.

Für das Christian-von-Dohm-Gymnasium sind in folgenden Bereichen Arbeitsgemeinschaften selbstverständlich:

  • im sozialen Bereich
  • im musisch-künstlerischen Bereich
  • im naturwissenschaftlichen Bereich
  • im sportlichen Bereich
  • im Bereich internationaler Kontakte
  • Fördermaßnahmen für eventuell vorhandene Defizite
  • Projekte für besonders Begabte
  • Diese Arbeitsgemeinschaften beinhalten auch die Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Institutionen.
  • Zusätzlich zu dem Angebot an Arbeitsgemeinschaften haben folgende außer-unterrichtliche Projekte und Kooperationen einen hohen Stellenwert:
  • Klassenfahrten
  • Austausch- und andere Auslandsfahrten
  • Studienfahrten
  • Musisch-künstlerische Aktivitäten in Zusammenarbeit mit Institutionen der Stadt Goslar sowie auf Landesebene
  • Wettbewerbe
  • Sozialprojekt „Hilfe durch Schülerinnen und Schüler“
  • Comenius-Projekt / Europaschule
  • Kooperationsverbund „Hochbegabung“
  • Kooperationsverbund „Naturwissenschaften / Mathematik“
    (TU Clausthal, Chemetall, IMA-Dresden, Rammelsberg)
  • Jugend-forscht-Projekte, Schüler experimentieren
  • Verein „Jungforscher am CvD“  e.V.
  • Verein „for kids“ e.V.
  • Verein „Generationenverbinden Goslar“ e.V.
  • Verein „Löwe für Löwe“ e.V.
  • Jugend trainiert für Olympia
  • Betriebspraktika
  • Kooperation mit Kirchen
  • Kooperation mit dem Stadtarchiv
  • Vorträge externer Experten

Genaue Angaben zu den Arbeitsgemeinschaften und Projekten befinden sich auf der Homepage des Christian-von-Dohm-Gymnasiums (www.cvd-gs.de). Dort sind auch für alle Aktivitäten Ansprechpartner zu finden.

Außerunterrichtliche Aktivitäten werden in den Unterricht integriert und dokumentiert. Sie haben damit Auswirkungen auf Inhalt und Bewertung des Kernunterrichts. Studienfahrten weisen einen deutlichen Unterrichts- und Fachbezug auf.

Wir bündeln die außerunterrichtlichen Aktivitäten so, dass die Kontinuität des Kernunterrichts gewährleistet bleibt.

Die hier vorgestellten Grundlagen führen zu konkreten Umsetzungen, an denen alle an Schule Beteiligten aktiv teilhaben und mitgestalten.   

Umsetzung unseres Schulprogramms 

Dieses Schulprogramm ist Basis für unsere weitere Arbeit. Wir werden überprüfen, ob wir unsere Maßstäbe erfüllen, denn die hier vorgestellten Grundlagen werden zu konkreten Umsetzungen führen, an denen alle an Schule Beteiligten aktiv teilhaben sollen.